Freunde schrieben nach James Tissot´s Tod folgendes:

Das Alte und das Neue Testament wurden schon oft illustriert; es wurden Kupferstiche und Bilder eingefügt; man hat schöne und unschöne Illustrationen angefertigt – vorwiegend unschöne; doch die Illustrationen waren noch nie so lebendig, zumindest nicht in diesem Ausmaß, in dieser Vielfalt, mit dieser klassischen Feierlichkeit und diesem naiven, kurzen, konventionellen Archaismus.

Vergleichbar sind seine Werke nur mit Thomas von Aquins Summe der Theologie, die Tissot und seine Summe der Kunst stark beeinflusste. Nun, Tissot führte ein herausragendes Leben, auch wenn es manchmal Schwierigkeiten gab. Mit Geduld, Liebe, Leidenschaft und auch mit Sinn für die Natur, das Leben in früheren Zeiten und der Farbvielfalt der Jahrhunderte, die immer bestehen bleiben wird, gelang es Tissot, biblische Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Vierhundert neue Gemälde schuf er nach den dreihundertdreiundsiebzig des Leben Jesu; welch große Aufgabe!

Zwanzig Jahre voller Arbeit waren kaum genug, und Gott weiß, Tissot hat sehr viel gearbeitet.

Er war kein normaler Künstler; er war eifrig und schweigsam, die Zeit flog durch die Arbeit an seinen Werken, dem Wunsch nach Perfektion und den Erfolg nur so dahin.

So kamen wir, seine Freunde zu dem Schluß die Werke von James waren gerettet, und warum sollte man es nicht aussprechen: bei uns allen hatte sich die tiefe Trauer um einen Freund mit einer unsagbaren Zufriedenheit vermischt. Menschen sind vergänglich, Kunstwerke bleiben bestehen.

 

Im Sinne dieser Freunde möchte ich Thomas Gottberg und Webmaster dieser Seite die Kunst von James Tissot möglichst vielen Menschen näherbringen.

Mein Dank gilt dabei auch der französisch sprachigen Übersetzerin der alten Texte, ohne deren Hilfe die Realisierung dieses Projekts so nicht möglich gewesen wäre.

 

 

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